Archive Page 2

One reason why I’m somehow sad that the USA didn’t make it to the knock-out round may be these guys, US-Fans, who are in Germany (and Holland, and Switzerland) during the World Cup, making their videocast. And I really enjoyed their (lo-tech) videos so far. First of all (and that may explain my fascination for forgein blogs) because of the look at Germany from the outside (highly interesting and entertaining at the same time) and second because of their enthusiasm and optimism (yeah, ok, after the USA got kicked out, they were crushed, but you could really feel their pain, and that was also – great) and a total lack of any arrogance.

(Yeah, if someone from Ghana would be videoblogging I would maybe also like them, but they are not …)

PS, Germany will beat Argentina. 2-0. Minimum.

PPS, there are guys outside my house singing loudly »Griechischer Wein«. Why am I not out there? Damn. I should help them!


Die Frage nach dem Warum? hab ich mir vor kurzem gar nicht gestellt. Malte von Fooligan versucht das Warum zu erklären, und dem gibt es dann eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Außer vielleicht, dass ich mich bei ein paar deutschen Fans doch unwohl gefühlt hab. Und, dass mir Klemmpatrioten Angst machen. Oder ich die lächerlich finde. Oder beides.


Popcorn-Buch

21Jun06

Heute gab’s eine kleine Literatur-Diskussion beim Spreeblick-Podcast. Tanja mag Frank Schätzing (bzw. Der Schwarm) gar nicht, Holgi schon.

Das schizophrene dabei ist, dass ich beide verstehen kann. Die Sprache ist wirklich nicht so toll. Schätzing kann keine Sätze schreiben die im Kopf nagen, keine Dialoge die im Gedächtnis bleiben. Aber er kann einen verdammt spannenden Blockbuster-Film in ein Buch verpacken, und das ganze dann sogar noch besser machen, als so ein Blockbuster je sein könnte. Natürlich könnte man die Grundidee, den menschlichen Egoismus gescheit durchzurütteln literarisch auch besser verpacken, (Der hier, zum Beispiel, hat das viel Egoismuszerstörender gemacht. Aber auch nicht durch literarische Qualität.) aber eben auch weit schlechter. Seine Grundidee ist kreativ und einfach genial. Und wenn schon nicht die Sprache einprägsam ist, dann doch diese Idee. Über die man sogar mal länger nachdenken kann.

Das zweite, was Der Schwarm zu mehr macht als einen Blockbuster in Papierform ist die Passion, mit der sich Schätzing um Nebenschauplätze kümmert. Er wäre (ist?) bestimmt ein wahnsinnig guter Sachbuch-Autor. Man merkt, dass er es mag, so kleine Dinge zu erklären, weil er fasziniert davon ist, und weil er will, dass es der Leser aucht ist. Und das schafft er sogar!

Diese drei Sachen, das Spannende, die Grundidee und die vielen kleinen Erklärungen machen das ganze trotz Hollywood-Scherenschnitt-Charakteren zu einen guten Popcorn-Kino-ähm-Buch. Man muss nur bereit sein sich darauf einzulassen. Anscheinend hat Der Schwarm bei mir da grade einen guten Tag erwischt, den sonst verliere ich eigentlich schnell die Lust wenn mich auch nur was kleines stört. Zumindest bei Büchern.


St. Elsewhere ist wirklich verdammt gut. Wird sich mit It’s Never Been Like That um den Titel bestes Sommeralbum streiten müssen.


Schwarz-Rot-Goldenes ist jetzt, zu Zeiten der WM, kaum zu übersehen. Egal ob nach der WM das alles wieder vorbei ist, oder ob das jetzt so bleibt, egal ob das bei einer WM im eigenen Land eben so ist, oder ob es wirklich ein Zeichen von mehr Nationalstolz (oder wie auch immer man das bezeichnen mag) ist, so richtig wohl fühle ich mich dabei nicht.

Na klar, wenn man es schon nicht mag sollte man wenigstens drüber stehen. Leise lächeln. Kann ich aber nicht.

Sollte ich aber. Das ist die Rückkehr der Normalität. Meint der Köhler. Aha. Wir alle waren also vorher irgendwelche abnormalen Zombies, die sich durch heftiges schwenken von dreifarbigen Stofftüchern und alkoholvernebelten »Deutschland«-Grölen ihre Normalität zurückholen. Welche verdammte Normalität? Wir haben es jedenfalls ohne diese »Normalität« ziemlich gut hinbekommen, das mit dem Staat. Auch ohne heftiges schwenken. Kann diese Skepsis gegenüber allzu viel schwarz-rot-goldenem, gegenüber allzu viel Nationalen nicht genauso deutsche Normalität sein? Kann Skepsis gegenüber allem, was zu Nationalismus führen kann oder nationalistisch ist – weil Nationalismus eben zu vernebeln, zu überdecken versucht – nicht doch besser sein? Und warum brauchen wir überhaupt irgend so ’ne komische Normalität?

Ich will dieses übertriebene, überzogene, dass manche meinen »Normalität« nennen zu müssen auch falsch finden dürfen, ohne als normalitätszerstörender Spielverderber zu gelten.


Enjoying John The Revelator by Depeche Mode while the end of these way too short holidays comes near.


Bitching about what an douchebag the ref was is and has never been really that cool. That’s lame. Even more so when all the bitching I heard came only from you.

You can be proud. Your team played like blazes with an unbelievable fighting spirit and I was pretty disappointed when you didn’t make the three points in the end (Hey, I like losers. Of course did I root for your team. Plus the Italians were über-arrogant Idiots.) but blaming Larrionda (Locked because of vandalism? Now, that’s pathetic.) is pretty short sighted. And lame (yeah, I already told you that).

Three red cards aren’t that usual – true. But there is no secret rule preventing the ref from sending players off of the pitch after one or two reds. If players act like idiots they get a red card. And all three well deserved it. And: that wasn’t just some harmless tackling. Who told you this bullshit, that something like this is »harmless« tackling and wouldn’t get a red card? Just think about it: there could be more reasons for three red cards than a bad referee – in the end.

So: Stop whining and prepare for USA vs. Ghana. That will be hard enough.


Fast noch am schreiben und schon geht’s los. Wie lang das heute wohl gehen wird? Drei Uhr? Vier Uhr? Irgendsowas. Egal, mein Schlaf ist immer grundsolide, und wer will jetzt schon schlafen? Ole!


Stille.

15Jun06

Komisch. Immer noch kein Gehupe – was los, schon zu viel gefeiert? Aber Hupen geht doch immer, oder?


Edge.

14Jun06

It has an edge; it’s not patronizing.

Spiekermann über gutes Design, und warum die WM eben das nicht hat.

Konsensdesign kann nicht funktionieren. Entweder kommt ein weichgespültes, charakterloses etwas raus (siehe: WM-Plakat-Abstimmung, als wirklich, ein Sternenhimmel …), oder eben, bei größeren Einfluß von oben wie bei der WM, weil die Vorraussetzungen so zahlreich und komplex sind, etwas einfach nur hässliches. Jedenfalls sofern dem Designer die Fähigkeit fehlt Nein zu sagen.

Schade. Ich könnte mir vorstellen, dass das durchstylen von sowas großem wie einer WM eine ziemlich geniale Sache sein könnte.

via veer