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»… but all of that’s what the point is not«

Popcorn-Buch

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Heute gab’s eine kleine Literatur-Diskussion beim Spreeblick-Podcast. Tanja mag Frank Schätzing (bzw. Der Schwarm) gar nicht, Holgi schon.

Das schizophrene dabei ist, dass ich beide verstehen kann. Die Sprache ist wirklich nicht so toll. Schätzing kann keine Sätze schreiben die im Kopf nagen, keine Dialoge die im Gedächtnis bleiben. Aber er kann einen verdammt spannenden Blockbuster-Film in ein Buch verpacken, und das ganze dann sogar noch besser machen, als so ein Blockbuster je sein könnte. Natürlich könnte man die Grundidee, den menschlichen Egoismus gescheit durchzurütteln literarisch auch besser verpacken, (Der hier, zum Beispiel, hat das viel Egoismuszerstörender gemacht. Aber auch nicht durch literarische Qualität.) aber eben auch weit schlechter. Seine Grundidee ist kreativ und einfach genial. Und wenn schon nicht die Sprache einprägsam ist, dann doch diese Idee. Über die man sogar mal länger nachdenken kann.

Das zweite, was Der Schwarm zu mehr macht als einen Blockbuster in Papierform ist die Passion, mit der sich Schätzing um Nebenschauplätze kümmert. Er wäre (ist?) bestimmt ein wahnsinnig guter Sachbuch-Autor. Man merkt, dass er es mag, so kleine Dinge zu erklären, weil er fasziniert davon ist, und weil er will, dass es der Leser aucht ist. Und das schafft er sogar!

Diese drei Sachen, das Spannende, die Grundidee und die vielen kleinen Erklärungen machen das ganze trotz Hollywood-Scherenschnitt-Charakteren zu einen guten Popcorn-Kino-ähm-Buch. Man muss nur bereit sein sich darauf einzulassen. Anscheinend hat Der Schwarm bei mir da grade einen guten Tag erwischt, den sonst verliere ich eigentlich schnell die Lust wenn mich auch nur was kleines stört. Zumindest bei Büchern.

Written by michael

June 21, 2006 at 6:56 pm

Posted in Tell The King

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